Vorschau

Das mächtigste Gebot

Ein Oscar für die Zehn Gebote

Stell dir vor, es ist ein gewöhnlicher Montagabend im Dezember 2014. In Italien sitzen über 10 Millionen Menschen vor den Fernsehern. Sie warten nicht auf ein Fußballspiel, sondern auf einen Mann, der für seinen Humor und seine Poesie bekannt ist: den Oscar-Preisträger Roberto Benigni.

GettyImages-2183667086 - Kopie

Er beginnt, über die Zehn Gebote zu sprechen – jene uralten Sätze, die viele von uns eher als staubige Verbote im Kopf haben.

Doch Benigni wählt einen anderen Weg. Er erzählt keine Moralpredigt, sondern eine Liebesgeschichte. Er schwärmt mit einer Begeisterung, die einen ganzen Raum elektrisiert: „Der Sabbat ist das mächtigste Gebot von allen!“ Und er geht noch weiter und nennt den Ruhetag Gottes Lieblingsgebot. Benigni hat etwas gespürt, das wir oft im Lärm des Alltags überhören: Dass Gott diesen Tag nicht als Last, sondern als Geschenk an die Menschheit gedacht hat. Es geht um eine Art von Zeit, für die in unserem Alltag oft kein Raum mehr bleibt. Was dieses Geschenk der Zeit alles beinhaltet, werden wir in diesem Kurs nach und nach „entpacken“.

„Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet, das er geschaffen hatte. Er ruhte am siebten Tag von seiner ganzen Arbeit aus, die er getan hatte. Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig.“
1. Mose 2,2-3
BasisBibel

Persönlicher Gedanke: Wie empfindest du bei dem Gedanken, dass Gott ein Lieblingsgebot hat, das sich allein um deine Zeit dreht?